Logo Landeshauptstadt Düsseldorf
Aktuelle Themen:

Aktuelles

3 Bilder von Veranstaltungen

Informationen zu den Veranstaltungen des Gesundheitsamtes



Infektionskrankheiten: MERS-Coronaviren

Aufgrund der aktuell aufgetretenen Infektionen mit dem MERS-Coronavirus auf der arabischen Halbinsel sowie in benachbarten Regionen finden Sie unter den folgenden Links weitere Informationen.

www.infektionsschutz.de
Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA). Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.

www.rki.de
Informationen des RKI: Das Robert Koch-Institut ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des BMG.

Eichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) ist ein Schmetterling aus der Familie der Nachtfalter. Auf Grund veränderter klimatischer Bedingungen erweitert er derzeit sein Verbreitungsareal und besiedelt dabei auch öffentliche Erholungsbereiche des Menschen wie Waldränder und Parkanlagen.

Zwischen etwa Mitte April und Mitte Mai schlüpfen die Raupen und fressen bevorzugt auf Eichen, aber auch anderen großen Laubbäumen. Dabei werden Bäume in wärmebegünstigten Allein - oder Randlagen bevorzugt. Der Name "Prozessionsspinner" beschreibt das Verhalten, in Gruppen von
20 - 30 Individuen in einer Prozessionsreihe auf Nahrungssuche zu gehen.
Ebenfalls auffällig sind die Gespinstnester, die bis zu einem Meter lang werden können. Diese Nester stellen die Raupen der letzten beiden Larvenstadien her, um schließlich während ihres Verpuppungsstadiums Schutz zu finden.

Erst die Raupen ab dem 3. Larvenstadium, die etwa ab Mitte Mai auftreten, entwickeln die feinen, sogenannten Brennhaare, die ein Eiweißgift enthalten.
Weil der Kontakt mit diesen Brennhaaren der Raupe beim Menschen zu Hautausschlägen, Bindehautentzündungen, aber auch zu Asthma-ähnlichen Reaktionen führen kann, trifft die Stadt Düsseldorf rechtzeitig Vorkehrungen, ruft aber gleichzeitig die Bevölkerung zur Vorsicht auf.

Der Kontakt mit den Raupenhaaren, die auch durch den Wind in das Umfeld von besiedelten Bäumen geweht werden, sollte vermieden werden. Da die alten Larvenhäute nach der Häutung in den Gespinstnestern verbleiben, ist die Konzentration an Brennhaaren oft sehr hoch. Alte Gespinstnester, ob am Baum haftend oder am Boden liegend, sind daher eine anhaltende Gefahrenquelle. Die Raupenhaare sind lange haltbar und reichern sich über mehrere Jahre in der näheren Umgebung an, besonders im Unterholz und im Bodenbewuchs (Gräser, Büsche, Sträucher).

Besonders Kinder, die schnell und gerne Raupen anfassen, sollen vor dem Kontakt mit den Haaren der Raupe des Nachtfalters und eventuellen gesundheitlichen Reaktionen geschützt werden. Die Stadt Düsseldorf hat an Schulen, Kindergärten, Jugendeinrichtungen und Kinderspielplätzen den Eichenbestand erfasst. Die Eichen, auf denen Raupen des Eichenprozessionspinners leben, werden durch Experten des Gartenamtes in Augenschein genommen und Gespinstnester werden entfernt.

Das Entfernen der Nester ist aufwändig (Einsprühen mit Festiger, Binden und Absaugen, Entsorgen). Die Raupe kann daher langfristig nicht an allen Eichen im Stadtgebiet beseitigt werden, sondern nur an den sensiblen Stellen, die von Kindern oder von vielen Erwachsenen frequentiert werden.

Für die Beseitigung auf Privatgrundstücken ist der Eigentümer zuständig.

Privatleute, die Nester der Raupen in Eichenbäumen auf ihrem Grundstück entdecken, können sich bei der Feuerwehr, Telefon 38890, oder beim Ordnungs- und Servicedienst, Telefon 89-94000, melden. Dort gibt es Listen von Firmen, die die Nester auf Privatgrundstücken entfernen.

Erste Hilfe bei Kontakt mit Raupenhaaren
Was ist zu tun, wenn ein Mensch mit den Raupenhaaren des Prozessionsspinners in Kontakt gekommen ist?

  1. Nicht kratzen - dadurch dringen die Haare tiefer in die Haut ein
  2. Kleider sofort wechseln
  3. Gründlich duschen und den Kopf waschen
  4. Bei Augenkontakt (Entwicklung einer Bindehautentzündung): sofort den Augenarzt aufsuchen
  5. Bei Atemnot: sofort einen Arzt aufsuchen

Bei geringfügiger Ausprägung von Hautsymptomen sind meist keine Gegenmaßnahmen erforderlich. Es besteht die Möglichkeit, eingedrungene Haare mit Hilfe der Klebeseite von Pflasterstreifen zu entfernen. Die Hauterscheinungen bilden sich unbehandelt zurück.

Achtung: Nicht nur der direkte Kontakt mit den Raupen oder den Raupennestern, sondern auch der Aufenthalt in der Umgebung befallener Bäume kann zu Kontakt mit den Haaren führen: Die Haare können über den Wind in der näheren Umgebung von befallenen Bäume Bäumen verbreitet werden. Als Reaktion des Körpers kommt es sechs bis acht Stunden nach Kontakt zu einer geröteten juckenden Entzündung der Haut. Bei Augenkontakt entwickelt sich eine Bindehautentzündung. Die Symptome halten gewöhnlich zwei Tage an, können aber auch über Wochen fortbestehen, bei starker Milbenvermehrung und -bohrtätigkeit vor allem nachts.

Fragen zum Thema beantwortet das Gesundheitsamt unter Telefon
0211.89-96090.


Bundesweit einheitliche Telefon-Nummer für den ärztlichen Bereitschaftsdienst

Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist bundesweit einheitlich unter der Telefon-Nummer 116 117 zu erreichen. Der angebotene Dienst wird die Anruferin/den Anrufer in dringenden, aber nicht lebensbedrohlichen Situationen, vor allem auch außerhalb der normalen Dienstzeiten, am Wochenende und an Feiertagen zu medizinischen Diensten weiterleiten. Betroffene können so in Krankheitsfällen auch ohne Notzärztin/Notarzt medizinische Hilfe erhalten. Der Bereitschaftsdienst ist nicht zu verwechseln mit dem Rettungsdienst, der in lebensbedrohlichen Fällen Hilfe leistet: Bei Notfällen wie z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall und schweren Unfällen alarmieren Sie den Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112  
Informationen der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNo)

Weitere Informationen zu aktuellen Gesundheitsthemen

finden Sie hier


Sprachauswahl und Hauptnavigation:

Dachmarke :DÜSSELDORF

31. Juli 2014 | 03:17 Uhr

Do
23°
Details Fr
27°
Details Sa
28°
Details