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"Über das Morgen hinaus"

Oberbürgermeister Dirk Elbers eröffnete die Quadriennale Düsseldorf 2014/ Festival der Bildenden Kunst mit 13 Ausstellungshäusern

"Über das Morgen hinaus" lautet das Leitthema der Quadriennale Düsseldorf 2014 - des großen Festivals der Bildenden Kunst der Landeshauptstadt. Mit der diesjährigen Quadriennale setzt die Landeshauptstadt ihre Tradition als bedeutende Kunstmetropole fort: Bis zum 10. August laden dreizehn Institutionen - Kunstmuseen, Ausstellungshäuser und die Kunstakademie - zu einem einzigartigen Kunstparcours durch Düsseldorf ein. In faszinierenden Ausstellungen und einem facettenreichen Festivalprogramm mit zahlreichen Aktivitäten im Stadtraum wie im Internet erleben die Besucher, wie Künstler verschiedener Epochen die Zukunft sahen und sehen - Perspektiven und Inspiration für die eigene Beschäftigung mit der Zukunft.

OB Elbers, Dr. Marion Ackermann, Hans-Georg Lohe und Olafur Eliasson bei der Eröffnung der Quadriennale im NRW-Forum
Oberbürgermeister Dirk Elbers, die Leiterin der Kunstsammlung NRW, Dr. Marion Ackermann, Kulturdezernent Hans-Georg Lohe, der Künstler Ólafur Elíasson und Stadtkämmerer Manfred Abrahams (von links) bei der Eröffnung der Quadriennale Düsseldorf 2014 im NRW-Forum.

Die Quadriennale Düsseldorf 2014 wurde am Freitag, 4. April, von Oberbürgermeister Dirk Elbers im NRW-Forum eröffnet. Der Oberbürgermeister erinnerte in seiner Rede an die lange Tradition Düsseldorfs als Stadt der Künste. "Seit den Anfängen der Düsseldorfer Kunstakademie gingen von hier aus kunsthistorisch bedeutende Einflüsse und Künstlerpersönlichkeiten hervor, die den Ruf Düsseldorfs als bedeutende Kunststadt in der Welt geprägt haben. Und auch heute nimmt Düsseldorf einen bedeutenden Platz in der Kunstlandschaft ein, nicht nur in Deutschland, sondern weit darüber hinaus." Deshalb sei es nur folgerichtig gewesen, im Jahr 2006 ein Festival der Bildenden Kunst, die Quadriennale, ins Leben zu rufen. Mit der nunmehr dritten Quadriennale präsentiere sich die Landeshauptstadt einmal mehr als einer der wichtigsten Kunststandorte Deutschlands.

OB Elbers und Filmmuseumsleiter Bernd Desinger in der Ausstellung des Filmmuseums im NRW-Forum
Das Stadtoberhaupt mit Filmmuseumsleiter Bernd Desinger vor einem der riesigen Exponate der Ausstellung des Filmmuseums im NRW-Forum.

OB Elbers zur Besonderheit des Düsseldorfer Kunstfestivals: "In keiner anderen Metropole Deutschlands haben sich bisher die führenden Kunsthäuser zusammengeschlossen, um ihre Ausstellungen einem gemeinsamen Leitthema zu widmen. Genau diese Bündelung der Vielfalt und der rote Faden, der sich durch das gesamte Festivalprogramm zieht, sorgt für den Reiz der Quadriennale und macht erneut deutlich, dass Düsseldorf für großartige Kunst und Kultur steht." Und das Besondere in diesem Jahr sei auch, dass der Stadtraum einbezogen werde, dass die Kunst zu den Menschen komme. "Die Schönheit unserer Stadt mit der Kunst zu verbinden - das wollen wir in Zukunft noch stärker angehen", versprach Oberbürgermeister Elbers zum Auftakt der 3. Quadriennale.

Futuristische Klänge und Aha-Erlebnisse

Quadraphon der 'Fanfara Futurista' im Abwasserkanal
Mini-Quadraphon für die "Fanfara Futurista" im Kanalschacht.

Der Klangkünstler Rochus Aust hatte für die Eröffnung des Festivals seine Musik der Zukunft komponiert und die Übertragungsinstrumente gleich mit erfunden: Quadraphone. Am Abend wurde die "Fanfara Futurista" mit dem 1. Deutschen Stromorchester uraufführt - auf den Dächern von elf Ausstellungsgebäuden. Zusätzlich war die Komposition über 40 Mini-Quadraphone zu hören, die der Künstler in enger Zusammenarbeit mit dem Düsseldorfer Stadtentwässerungsbetrieb in Kanalschächten der Innenstadt als symbolische Verbindungslinien zwischen den teilnehmenden Häusern installiert hatte.

Anschließend luden alle teilnehmenden Häuser bei freiem Eintritt zur Reise in die Zukunft ein. Die Fassaden waren in die Quadriennale-Farbe Lila getaucht. An einigen Ausstellungshäusern, an Brücken, Bäumen und ungewöhnlichen Orten weisen Urban Brandings als künstlerische Interventionen darauf hin: Die Quadriennale Düsseldorf 2014 erobert die ganze Stadt. Auch Urban Gardening unter anderem am Rheinufer und im Schloss Benrath verbindet sich mit der Kunst.

Jeden Tag ein anderer Zugang zum Leitthema

Das fulminante Festival- und Vermittlungsprogramm bietet vier Monate lang vielfältige Anlässe für einen Besuch. Für Kinder und Jugendliche zwischen sieben und 18 Jahren hat die Quadriennale zum Beispiel ein spannendes Osterferienprogramm entwickelt. Am 16. Mai lädt die Tagung "Vernetzung über das Morgen hinaus - Neue Chancen für den Ausstellungsbetrieb" in Kooperation mit der Heinrich-Heine-Universität zum Austausch ein.

Besucher in der Alchemie-Ausstellung im Museum Kunstpalast - Blick in den Saal Vormoderne.
Von Beginn an war das Interesse groß: Besucherinnen und Besucher am Eröffnungsabend der Quadriennale in der Alchemie-Ausstellung.

In drei langen Quadriennale-Nächten (31. Mai, 14. Juni, 19. Juli) wird das Leitthema "Über das Morgen hinaus" auf ganz unterschiedliche Weise für die Besucher lebendig - über den Videoparcours "Arena" des Kurators Jan Wagner durch Lokale der Altstadt, DJ-Sets und Live-Auftritte in Kooperation mit dem Open Source Festival sowie Performances in den Ausstellungsorten. Vom 24. Mai bis 11. Juni stellen 20 sogenannte Off-Orte, die jenseits etablierter Kunsthäuser zur vielseitigen Ausstellungslandschaft Düsseldorfs beitragen, eine Auswahl ihres Programms an einem ungewöhnlichen Ort vor. Und vier inszenierte Stadtrundgänge des Theaterkolletivs "per.Vers" huldigen einem ganz anderen kulturellen Düsseldorfer Erbe - mit der "Ode an das Büdchen".

Licht, Luft, Feuer - Spiel mit den Kräften der Natur

Giovanni Antonio Grecolini: Die Erziehung Amors durch Venus und Vulkan, 1719
Das Museum Kunstpalast beteiligt sich mit der Schau "Kunst und Alchemie", hier ein Gemälde von Giovanni Antonio Grecolini: Die Erziehung Amors durch Venus und Vulkan, 1719, Museum Kunstpalast, Dauerleihgabe der Kunstakademie Düsseldorf, Foto: Horst Kolberg.

Für die Ausstellungen haben sich namhafte zeitgenössische Künstler wie zum Beispiel Olafur Eliasson, Pauline M'barek, Otto Piene, Jean-Pascal Flavien, Gerda Steiner & Jörg Lenzlinger, Nina Hole, Stephanie Senge vom Leitthema der Quadriennale zu künstlerischen Arbeiten inspirieren lassen. So wird der Himmel über der Langen Foundation mit Helium gefüllten Skulpturen von Otto Piene bespielt. Nina Hole wird innerhalb von drei Wochen ein circa vier Meter hohes Tonhaus errichten, das im Juni am Rheinufer gebrannt werden soll. Auch im Düsseldorfer Medienhafen sind an verschiedenen Orten künstlerische Interventionen zum Leitthema "Über das Morgen hinaus" zu entdecken.

Die Ausstellungen der Quadriennale auf einen Blick

Besucherservice der Quadriennale Düsseldorf 2014

Erstmalig steht den Besuchern der Quadriennale Düsseldorf in diesem Jahr ein Infozentrum als zentrale Anlaufstelle zur Verfügung. Im NRW-Forum, Ehrenhof 2, gibt es neben den Quadriennale-Tickets, Lageplan und Begleitbuch sowie umfangreichem Informationsmaterial auch Liegestühle und Picknick-Decken zum Ausleihen - für die kleine Kunstpause im Ehrenhof zwischendurch.

Zwei Tagestickets berechtigen zum einmaligen Besuch aller Ausstellungen der Quadriennale Düsseldorf 2014: Das normale Tagesticket kostet 20 Euro (ermäßigt 15 Euro), das Zwei-Tagesgesticket 30 Euro (ermäßigt 20 Euro) - die Tage sind dabei frei wählbar. Ansonsten gelten für die Ausstellungen die jeweiligen Einzelpreise der teilnehmenden Museen und Kunsthäuser.

Die Quadriennale GmbH

Die Quadriennale Düsseldorf ist ein Festival der Bildenden Kunst der Landeshauptstadt Düsseldorf, das seit 2006 alle vier Jahre über mehrere Monate in Düsseldorf stattfindet. Unter einem gemeinsam entwickelten Leitthema konzipieren die renommierten Kunstmuseen, Ausstellungshäuser und Galerien der Stadt einzigartige Werkschauen, Präsentationen und ein umfangreiches Begleitprogramm. Zu dem jeweiligen Leitthema passende Institutionen werden als Partner der Quadriennale Düsseldorf eingeladen, sich ebenfalls an dem Festival zu beteiligen. Die erste Quadriennale Düsseldorf fand 2006 unter dem Thema "Der Körper in der Kunst" statt (Besucherzahlen: 380.000); 2010 folgte "Kunstgegenwärtig" (Besucherzahlen: 250.000). Das Leitthema der Quadriennale Düsseldorf 2014 lautet "Über das Morgen hinaus", für dessen Umsetzung ein Budget von über vier Millionen Euro von der Landeshauptstadt Düsseldorf zur Verfügung gestellt wurde.

(4. April 2014)

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Die Kunsthalle wird mit einem 'Urban Branding' als teilnehmendes Haus der Quadriennale gekennzeichent
"Urban Brandings" in der Quadriennale-Farbe Lila wie hier an der Kunsthalle dienen zur Orientierung.

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30. Juli 2014 | 21:11 Uhr

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