OB Dr. Stephan Keller stellt "Stadtsauberkeitsoffensive 2025" vor

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OB Dr. Stephan Keller (2.v.l.), Stefan Ferber (M.), Leiter Umweltamt, und Dr. Ulrike Diederichs, Geschäftsführerin AWISTA Kommunal, bei der PK. Daneben: Peter Ehler (l.) und Jörg Mühlen (r.), Geschäftsführung Awista Kommunal, Foto: Gstettenbauer

Wöchentliche Leerung von Altpapier- und Restmülltonnen, größere Mülleimer und sicherere Altkleidercontainer im Stadtgebiet sind die wichtigsten Maßnahmen, die Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller am Mittwoch, 2. April 2025, im Rathaus der Landeshauptstadt im Rahmen der "Sauberkeitsoffensive 2025" präsentierte.

Gemeinsam mit Stefan Ferber, Leiter des Amtes für Umwelt- und Verbraucherschutz, und Dr. Ulrike Diederichs, Mitglied der Geschäftsführung der AWISTA Kommunal GmbH, stellte OB Dr. Keller den neuen Maßnahmenkatalog vor.

Die Stadtsauberkeitsoffensive 2025 knüpft mit einer Vielzahl von Maßnahmen, um die Sauberkeit im Stadtgebiet nachhaltig zu verbessern, an die von OB Dr. Keller bereits 2020 ins Leben gerufene Initiative an. Die Stadtsauberkeitsoffensive wird von einer breit angelegten Informationskampagne begleitet, um auch das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger für eine saubere Stadt zu stärken. Unter dem Slogan "Wir 'lieben' Düsseldorf" informiert und wirbt die Landeshauptstadt auf Außen-Werbeflächen und Infoscreens im gesamten Stadtgebiet mit prägnanten Motiven für mehr Stadtsauberkeit.

"Stadtsauberkeit geht uns alle etwas an", betont Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: "Eine saubere Stadt steigert nicht nur den Wohlfühlfaktor, sondern auch das Sicherheitsempfinden und somit die Lebensqualität aller. Ich habe Stadtsauberkeit daher von Anfang an zur Chefsache erklärt und dieses Thema seit 2020 mit der Erstauflage der Stadtsauberkeitsoffensive prioritär behandelt. Wir ruhen uns aber nicht aus: Wir haben die einzelnen Maßnahmen weiterentwickelt und um eine Vielzahl sinnvoller Punkte ergänzt. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang die Gründung der AWISTA Kommunal, wodurch wir unseren Einfluss auf die Reinigung Düsseldorfs noch einmal gefestigt haben."

Die Neuaufstellung der Zusammenarbeit mit der AWISTA Kommunal GmbH ist ein Meilenstein für die Stadtsauberkeit: Durch diese werden künftig Papier- und Biotonnen wöchentlich geleert, die Straßenreinigung lässt sich per GPS-Tracking überprüfen, Altkleidercontainer werden nach und nach gegen sicherere Modelle ausgetauscht und häufiger geleert.

Auch an der Königsallee kann man bereits das Ergebnis des städtischen Frühjahrsputzes bewundern. Die Beete sind frisch bepflanzt, die Bänke wurden in den vergangenen Monaten generalüberholt, Graffitis entfernt und die Mülleimer gereinigt und bei Bedarf neu lackiert. Alle Stromkästen wurden gestrichen. Derzeit wird der Frühjahrsputz unter anderem in der Altstadt fortgesetzt. An den besonders beliebten Orten und in den Parks wurden erneut rund 400 Saisonmülltonnen aufgestellt.

"Wir haben bereits angefangen, alte Standbehälter in Parks und auf Grünflächen gegen neue, deutlich größere zu tauschen. Rund 20 Standbehälter – insbesondere in der Altstadt – werden neue Deckel erhalten, bei denen auch der Einwurf von Pizzakartons möglich ist. Neben der künftig wöchentlichen Leerung von Altpapier- und Biotonne erhöhen wir auch das Intervall bei Altpapier- und Altkleidercontainern sowie bei Mülltonnen im Stadtgebiet. Diese werden zudem regelmäßig gereinigt. Eine Schwerpunktaktion werden wir zudem bei der Entfernung von Schrotträderen durchführen", sagt Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller.

Stefan Ferber, Leiter des Amtes für Umwelt- und Verbraucherschutz, ergänzt: "Für die Hängebehälter im Stadtgebiet ist ein sukzessiver Farbwechsel von Grün auf ein dezenteres Grau, verbunden mit einem größeren Fassungsvermögen, vorgesehen. Ab Ende Mai werden mehr als 400 neue Behälter verteilt, rund 100 Stück in der Altstadt, die restlichen sind für die Innenstadt und Stadtteilzentren wie beispielsweise in Oberbilk, Kaiserswerth, Eller und Garath vorgesehen."

Die restlichen Hängebehälter werden nach und nach gegen die neuen Modelle ausgetauscht. Im Zuge der Erneuerung testet die Landeshauptstadt zudem eine neue Deckelvariante für die rund 5.500 Hängebehälter im Stadtgebiet. Eine gewölbte Form soll das Ablegen von Müll auf den Deckeln sowie die "Plünderung" der Hängebehälter durch Vögel verhindern. Auch die neuen Behältermodelle werden eine Zigarettenvorrichtung haben. Außerdem sollen die Mülleimer neue Slogans erhalten, um die Aufmerksamkeit zu erhöhen. Hierzu wird es eine Bürgerbeteiligung geben: Wer Lust hat, sich kreativ einzubringen, kann einen Slogan an stadtsauberkeit@duesseldorf.de per E-Mail schicken.

Dr. Ulrike Diederichs, seit dem 1. Januar 2025 neues Mitglied der Geschäftsführung der AWISTA Kommunal GmbH: "Gemeinsam mit der Landeshauptstadt hat die AWISTA Kommunal ihren Beitrag zum Maßnahmenprogramm eng abgestimmt und steht für deren Umsetzung bereit. Wir sind überzeugt, dass wir durch die vereinbarten Maßnahmen zur Verbesserung der Stadtsauberkeit beitragen können."

Diese Maßnahmen werden im Rahmen der "Stadtsauberkeitsoffensive 2025" unter anderem umgesetzt:

Austausch und Aufstellung neuer Abfallbehälter
Stand-Abfallbehälter mit 40 oder 50 Litern Fassungsvermögen werden ab Mai gegen größere Behälter – Modell "TARA" - mit 100 Liter Volumen ausgetauscht. Zudem wurden im März die zusätzlichen 120-Liter-Tonnen wieder an beliebten Orten am Rheinufer (260 Stück) und in Parks (110 Stück) aufgestellt. Sie tragen Slogans wie "Jeder Treffer ein Gewinn" oder "R(h)einheitsgebot". Über die rund 400 Saisontonnen werden jährlich rund 300 Tonnen Müll entsorgt. Ab Juni, vor allem während der Sommerferien, informieren erneut Promotionteams zur Stadtsauberkeit, geben Tipps zur Freizeitmüllbeseitigung und verteilen auch wieder Mülltüten.

Seit März 2025 werden an rund 100 Standorten die grünen Hängebehälter mit "Doppelbelegung" (zwei Stück direkt nebeneinander) durch einen größeren grauen Hängebehälter oder einen großen Standbehälter ersetzt sowie Standorte verlegt. Dies wird in den nächsten Wochen auch an rund 50 Rheinbahn-Haltestellen der Fall sein. Zudem werden seitens der Rheinbahn in Zusammenarbeit mit ihrem Dienstleister Wall seit Anfang März rund 80 Haltestellenhäuschen geschliffen, neu gestrichen und die Fensterscheiben gereinigt. Im Laufe des Jahres ist zudem die Erneuerung von ca. 400-500 Sitzschalen vorgesehen sowie das Abschleifen von rund 100 Holzsitzbänken und die Reinigung der Glasdächer.

Erhöhte Leistungsumfänge im Zuge der neuen Verträge der Stadt mit der AWISTA
Seit Jahresbeginn ist die Qualität der Straßenreinigung mittels eines digitales Standard-Qualitätssicherungssystem (DSQS) elektronisch messbar. Zudem werden in den nächsten Monaten auch große Kehrmaschinen mit einem GPS-Tracking ausgerüstet, um so sicherzustellen, dass die vereinbarte Reinigungsleistung auch tatsächlich erfolgt ist. Vertraglich vereinbart wurden auch häufigere Leerungsintervalle bei einer Vielzahl von Depotcontainern sowie die Reinigung von Altpapier- und Altkleidercontainern. Gerade begonnen hat die Umstellung von 14-täglicher auf wöchentliche Leerung der Biomüll- und Papiertonnen. So soll deutlich mehr Altpapier und Biomüll entsorgt werden können.

Altkleidercontainer
Die AWISTA Kommunal GmbH betreibt im Auftrag der Stadt in Düsseldorf zurzeit 426 Standorte mit 519 Altkleidercontainern. Die Landeshauptstadt und die AWISTA Kommunal möchten diese Standorte optimieren. Denn zu häufig werden die Container geplündert, herumfliegende Altkleider verschandeln die angrenzenden Bereiche. Dazu wurden bereits Standorte teilweise zusammengelegt und 48 Altkleidercontainer abgezogen, die häufig durch Vermüllungen aufgefallen sind. Die verbliebenen Altkleidercontainer sollen zukünftig häufiger geleert werden, um auch weiterhin ein ausreichendes Entsorgungsvolumen für die rund 3.000 Tonnen jährlich anfallender Altkleider bereit zu stellen. Dieses Verfahren zur Optimierung der Standorte wird kontinuierlich fortgesetzt. Außerdem ist vorgesehen, ältere Container sukzessive durch neuere, besser gesicherte Altkleidercontainer, sogenannte "Panzercontainer", auszutauschen.

Frühjahrsputz an der Kö
An der Königsallee wurden Beete mit rund 11.500 Blumen frisch bepflanzt, rund 30 Bänke wurden aufbereitet, Abfall-Behälter gereinigt und überarbeitet sowie Graffiti-Schmierereien an den Portalen des Kö-Bogen-Tunnels entfernt – das sind nur einige Arbeiten aus dem "Aufgabenheft" des Frühjahrsputzes an der Königsallee. Auch zukünftig wird entlang der Kö weiterhin verstärkt gereinigt. Neben den dicht getakteten Straßenreinigungstouren und Mülleimerleerungen sind auf der Königsallee, rund um den Kö-Bogen und Corneliusplatz an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen sogenannte Einzelreiniger im Einsatz, die mit einem Müllsauger kleinste Verunreinigungen wie Zigarettenkippen, Kronkorken sowie Glasscherben entfernen. Im Laufe der nächsten Wochen werden darüber hinaus neue Bodenleuchten installiert und die Straßenlaternen gereinigt. In den Sommermonaten ist zusätzlich die Reinigung des Kö-Grabens mit einem sogenannten "Mäh-Boot" vorgesehen.

Frühjahrsputz in der Altstadt
Auch in der Altstadt gibt es Frühjahrsputz-Aktivitäten. Seit Ende März wurden Schilder und Pfosten, städtischen Schaltschränke und Ladestationen sowie Straßenpapierkörbe gereinigt. Diese Arbeiten werden bis Ostern abgeschlossen sein. Ab Ende Mai werden 100 neue Hängebehälter installiert und an ausgewählten Standorten bekommen dann auch die runden, sogenannten "TARA  – Standbehälter" -  spezielle Deckel, die den einfachen Einwurf von Pizzakartons ermöglichen. Am Burgplatz und Bolker Stern wurden vor wenigen Tagen zwei "Abstimmaschenbecher" angebracht. Sie sollen spielerisch zur richtigen Entsorgung von Zigarettenresten animieren. Denn gerade die Zigarettenkippen beeinträchtigen das Stadtbild und beinhalten teilweise sehr giftige Substanzen. Zudem kommen in der Altstadt wie bisher an den Wochenenden und Feiertagen Einzelreiniger mit Müllsaugern ergänzend zu den regulären Reinigungsdurchgängen zum Einsatz.

Frühjahrsputz auch in den Stadtteilen
Natürlich werden auch die Stadtteile, insbesondere die Stadtteilzentren, von zusätzlichen Maßnahmen profitieren. Für die Innenstadt und besonders frequentierte Bereiche in den Stadtteilen sowie an ausgewählten Rheinbahnhaltestellen sind rund 300 neue graue Hängebehälter mit Aufklebermotiven vorgesehen, die ab Ende Mai installiert werden. Auch damit soll eine Verbesserung des Erscheinungsbildes erzielt werden. Zusätzlich kommen ab Ende Mai testweise auch rund 100 Abfallbehälter mit 63 Litern (bisher 50 Liter) zum Einsatz. Hängebehälter werden – anders als die maschinelle Leerung von Standbehältern - durch die Müllwerker von Hand gekippt und dürfen daher nicht zu schwer werden. Mit dem 63 Liter-Korpus ist die maximal zulässige Größe für Hängebehälter dann ausgeschöpft.  
Die 63 Liter Behälter werden zudem mit einer neuen Deckelvariante ausgestattet, die nach oben hin gewölbt ist, um Müllablagerungen auf den Deckeln und Plünderung durch Vögel zu verhindern. Weiterhin wird auch der Müllsauger "Glutton" (englisches Wort für "Vielfraß") in den Stadtteilzentren als Ergänzung zur Straßenreinigung rotierend unterwegs sein.

Schwerpunktaktion gegen Schrotträder
Kontinuierlich entsorgt die Landeshauptstadt herrenlose Schrotträder. In einer ergänzenden Schwerpunktaktion werden bis zum 11. April schätzungsweise rund 400 Schrotträder auf einmal eingesammelt. Das wertet nicht nur das Stadtbild auf, sondern schafft an den Fahrradbügeln auch Platz für regelmäßig genutzte Räder.

Ermittlungsarbeit der "Mülldetektive"
Seit 2020 ermittelt in der Landeshauptstadt das "Ermittlungsteam Abfallablagerungen" (die sogenannten "Mülldetektive") für ein sauberes Düsseldorf. Auch im vergangenen Jahr waren die Mülldetektive sehr erfolgreich: In 2099 Fällen illegaler Abfallablagerungen wurden Verursacher ermittelt und Ordnungswidrigkeitenverfahren eröffnet. Insgesamt sind Verwarn- und Bußgelder in Höhe von 165.000 Euro festgesetzt und zusätzlich Entsorgungskosten auferlegt worden.

Unterstützung für bürgerschaftliches Engagement
In der Landeshauptstadt sind aber auch sehr viele Bürgerinnen und Bürger sowie private Initiativen mit Herz dabei Düsseldorf sauber zu halten. So leisten viele ehrenamtliche Müllsammelaktionen überaus wichtige Beträge zur Stadtsauberkeit. Die Stadt berät sie, beispielsweise, was Örtlichkeiten und Zeiten betrifft, und stellt zudem Materialien wie Müllgreifer, Handschuhe und Mülltüten kostenlos zur Verfügung. Die Abfuhr des gesammelten Mülls wird ebenfalls von der Stadt für die ehrenamtlichen Akteure organisiert. 2024 fanden - ergänzend zu den großen Aktionen wie dem Dreck-Weg-Tag und dem RhineCleanUp Day - insgesamt 280 gemeldete Müllsammelaktionen statt. Die Zahl solcher Aktionen ist in den letzten Jahren stetig angestiegen, im 1. Quartal 2025 liegt die Zahl schon bei über 70. Der vom Verein Pro Düsseldorf organisiert den Dreck-Weg-Tag, der dieses Jahr am Samstag, den 5. April, stattfinden wird. Anmelden kann man sich online unter: www.dreck-weg-tag.de/anmeldeformular.

Alle Informationen rund um das Thema Stadtsauberkeit gibt es im Internet unter www.duesseldorf.de/stadtsauberkeit, über das Servicetelefon unter 0211-8925050, per E-Mail unter stadtsauberkeit@duesseldorf.de oder über die App "Düsseldorf bleibt sauber" für Android- und Apple (iOS)-Geräte.

Die Fotos der Pressekonferenz sowie weiterer Maßnahmen sind in Canto verfügbar unter: https://duesseldorf.canto.de/b/MMPOV

Ein Video zu diesem Thema wird im Laufe des Tages auf YouTube veröffentlicht unter: www.youtube.com/stadtduesseldorf